Stolperfallen beseitigen

Versteckte Gefahrenquellen lauern in vielen Wohnungen. Mit den folgenden Maßnahmen kann das Sturzrisiko jedoch wesentlich verringert werden:

Rutschiger Boden Schild © Thinkstock
  • Stolperquellen ausschalten: Das kann zum Beispiel bedeuten, lose Teppiche entweder am Boden anzukleben oder auf diese ganz zu verzichten und Auslegware zu bevorzugen. Auch lose im Raum liegende Kabel müssen, gegebenenfalls mithilfe von Verlängerungskabeln, unter Möbelstücken oder am Zimmerrand sicher befestigt werden. Zu empfehlen sind schnurlose Telefone: Einerseits entfällt die Stolpergefahr durch das Kabel, andererseits kann das Telefon immer mitgeführt werden. So lässt sich im Notfall schnell Hilfe holen. Verschiedene Organisationen bieten hierfür auch Hausnotrufsysteme an.
  • Dinge, die oft benutzt werden, sollten so untergebracht sein, dass sie jederzeit leicht erreichbar sind. Um Gegenstände – beispielsweise oben in einem Regal - erreichen zu können, sollte man keinen Stuhl benutzen, sondern eine trittfeste und stabile Leiter, am besten mit Haltemöglichkeit.
  • Stühle, Sessel, Sofa und Toilette sollen die richtige Sitzhöhe haben, um ein einfaches Aufstehen und Hinsetzen zu gewährleisten.
  • Badewanne und Dusche sollten mit rutschfesten Matten versehen werden – auch auf dem Boden vor der Dusche oder Badewanne. Sinnvoll sind auch Haltegriffe, die das Ein- und Aussteigen sicherer machen. Eventuell ist der Einbau eines speziellen Badewannensitzes angebracht.
Mehr darüber, wie Sie Ihre Wohnung sturzsicher gestalten können, sehen Sie in diesem Video.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.12.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000
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