Rollator und Hüftprotektor bei hohem Sturzrisiko ratsam

Viele ältere Menschen sind nach einem Sturz sehr verunsichert. Eine Reihe von Hilfsmitteln können jedoch für mehr Sicherheit sorgen und dazu beitragen, dass der Betroffene auch weiterhin gewohnten Aktivitäten (Einkauf, Theaterbesuch, Treffen mit Freunden, Spaziergängen etc.) nachgeht. Es ist extrem wichtig, die Mobiilität zu erhalten, denn anderenfalls setzt leicht ein Teufelskreis ein: Der Sturzgefährderte traut sich aus Angst zu stürzen kaum mehr aus dem Haus. Dies aber erhöht das Sturzrisiko, da durch Bewegungsmangel Muskeln, Knochen und Koordination geschwächt werden.

Rollator gibt Halt

Gehhilfsmittel sollten so viel Unterstützung bieten wie notwendig ist. Ein angepasster Gehstock mit der richtigen Höhe und einem anatomisch geformten Handgriff oder ein 4-Rad-Rollator geben guten Halt, ohne die Eigenaktivität zu stark einzuschränken. Den Rollator können Sie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wohnung benutzen. Praktisch ist, dass man damit auch Dinge transportieren kann.

Hüftprotektor kann Oberschenkelhalsbruch verhindern

Ein Hüftprotektor funktioniert wie ein Sturzhelm für die Hüftknochen und dämpft bei einem Sturz den Aufprall. So kann ein Bruch des Oberschenkelhalses, der eine der häufigsten schweren Verletzungen bei Stürzen darstellt, in vielen Fällen komplett verhindert werden. Dazu muss er jedoch jeden Tag getragen werden. Es gibt ihn inzwischen in verschiedenen Ausführungen, so dass er auch mit der eigenen Unterbekleidung getragen werden kann.

Lassen Sie sich beraten! Klären Sie am besten schon im Krankenhaus ab, ob Sie von einem Hilfsmittel profitieren können und welches der zahlreichen Hilfsmittel für Sie in Frage kommt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.09.2004
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000
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