Hilfe im Notfall

Wer ein erhöhtes Sturzrisiko hat, sollte sicherstellen, dass er sich im Notfall bemerkbar machen kann und schnell Hilfe erhält. Dies gilt insbesondere dann, wenn man in höherem Alter allein lebt und schon häufiger gestürzt ist.

Anwesenheitskontrollen und Hausnotrufsysteme schaffen Sicherheit

Bei Menschen, die im Alter alleine in einer Wohnung oder einem Haus leben, können Anwesenheitskontrollen sinnvoll sein. Diese werden beispielsweise in Häusern des Betreuten Wohnens angeboten. Solche Kontrollen kann der Betroffene aber auch selbst organisieren und mit einem Angehörigen oder Bekannten eine bestimmte Zeit absprechen, zu der er sich meldet. Wenn er zur vereinbarten Zeit nicht anruft, kann derjenige nach ihm sehen und gegebenenfalls helfen.

Eine andere Möglichkeit bieten Hausnotrufsysteme. Diese werden von verschiedenen Organisationen angeboten. Dabei handelt es sich um eine technische Lösung, die mit dem Telefon in der Wohnung verknüpft ist. Das System besteht aus einem Standgerät und einem Sender, welcher immer am Körper getragen werden muss (zum Beispiel an einer Halskette), um im Notfall einfach und schnell ein Signal auslösen zu können. Hierzu muss in einer Notfallsituation der Auslöseknopf vom Betroffenen selbstständig gedrückt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000