So verändert sich der Gang im Alter

Ältere Menschen gehen anders als Jüngere. Die Übergänge zu einer Gangstörung sind fließend und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Von der Gehgeschwindigkeit kann relativ gut auf eine Gangstörung rückgeschlossen werden: bei einer ausgeprägten Störung ist der Gang deutlich langsamer, eine gewisse Verlangsamung mit zunehmendem Alter dagegen ist normal. Von der Gehgeschwindigkeit ist die Bewältigung der Aktivitäten des täglichen Lebens, z.B. die Toilette zu erreichen, abhängig.

Typische Merkmale des Ganges in höherem Alter sind:
  • kürzere Schrittlänge
  • geringere Geschwindigkeit
  • längerer Stand auf beiden Füßen
  • geringere Bewegung in den Gelenken
  • geringeres Abrollen des Fußes
  • weniger kräftiges Abstoßen des Fußes
  • vorgebeugter Rumpf
  • geringeres Mitschwingen der Arme.
Um beurteilen zu können, ob eine Gangstörung vorliegt, ist eine Fächer übergreifende Diagnostik notwendig. Dazu gehört die Suche nach medizinischen Gründen, die in bestimmten Krankheiten liegen können, z.B. einem Schlaganfall. Wichtig ist zudem, dass der Arzt/in oder der Physiotherapeut/in die Bewegung im Raum beobachtet und die Bewegungsgeschwindigkeit misst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.04.2011
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000
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