So verändert sich der Gang im Alter

Ältere Menschen gehen anders als jüngere. Die Übergänge zu einer Gangstörung sind fließend und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Von der Gehgeschwindigkeit kann relativ gut auf eine Gangstörung geschlossen werden: Bei einer ausgeprägten Störung ist der Gang deutlich langsamer, wobei eine gewisse Verlangsamung mit zunehmendem Alter normal ist.

Typische Merkmale des Gangs in höherem Alter sind:

  • kürzere Schrittlänge
  • geringere Geschwindigkeit
  • längerer Stand auf beiden Füßen
  • geringere Bewegung in den Gelenken
  • geringeres Abrollen des Fußes
  • weniger kräftiges Abstoßen des Fußes
  • vorgebeugter Rumpf
  • geringeres Mitschwingen der Arme
Um beurteilen zu können, ob eine Gangstörung vorliegt, ist eine fächerübergreifende Diagnostik notwendig. Dabei wird auch beurteilt, inwieweit vorbestehende Krankheiten – zum Beispiel ein Schlaganfall – eine Rolle spielen. Wichtig ist unter anderem, dass der Arzt oder der Physiotherapeut die Bewegung im Raum beobachtet und die Bewegungsgeschwindigkeit misst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000