Das Ejakulationsbedürfnis nimmt im Alter ab

Männer brauchen im Alter mehr Zeit, um für einen Geschlechtsverkehr ausreichend erregt zu sein. Das Ejakulationsbedürfnis nimmt meistens ab, d. h. der Samenerguss steht für Männer nicht mehr so im Mittelpunkt wie vielleicht in früheren Jahren. Nach einem Höhepunkt brauchen Männer wesentlich länger, um wieder eine Erektion zu bekommen, als in jugendlicheren Zeiten.

Der männliche Höhepunkt ist in zwei Phasen eingeteilt, zunächst spürt der Mann den Samenerguss kommen - die erste Phase - und dann folgt der eigentliche Samenerguss - die zweite Phase. Bei älteren Männern ist die erste Phase entweder nur sehr kurz oder sehr stark verlängert, die zweite Phase ist weniger stark und die Flüssigkeitsmenge nimmt ab. Im Alter verschmelzen die beiden Phasen miteinander. In der Rückbildungsphase nimmt die Gliedsteife rascher ab und die Zeit der Nichterregbarkeit, die Refraktärphase, verlängert sich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.11.2011
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, vitanet;
  • Quellen: I. Füsgen: Sexualstörungen aus I. Füsgen: Der ältere Patient, Urban
  • K. von Sydow: Die Lust auf Liebe bei älteren Menschen, Verlag Ernst Reinhardt 1994
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