Geriatrische Rehabilitation: Wieder Selbstständigkeit gewinnen

Das Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist nicht die Heilung im eigentlichen Sinne; vielmehr soll schrittweise die Selbstständigkeit zurückgewonnen werden, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Das Hauptaugenmerk besteht darin, zu bewirken, dass ältere Menschen so lange wie möglich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. In vielen Fällen lässt sich der Umzug in ein Pflegeheim vermeiden beziehungsweise hinauszögern.

Geriatrische Rehabilitation bedeutet: Aktivierung, Einübung von Abläufen, die für den Alltag wichtig sind (zum Beispiel Anziehtraining), Hilfsmittelversorgung, Wohnraumanpassung und Angehörigenberatung. Darüber hinaus müssen Krankheiten ärztlich behandelt werden.

Rehabilitation geht zu Hause weiter

In geriatrischen Kliniken steht für diese Aufgaben ein therapeutisches Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Neuropsychologen, Sprachtherapeuten (Logopäden) und Sozialarbeitern zur Verfügung.

Im Team werden die Ziele der Behandlung festgelegt und an die individuellen Bedürfnisse des älteren Patienten angepasst. Ein besonderes Augenmerk legt das Team darauf, die Entlassung gut vorzubereiten und die ambulante Nachsorge zu gewährleisten. Denn die Rehabilitation eines alten Menschen ist ein lebensbegleitender Prozess. Die Rehabilitation endet deshalb in der Regel nicht mit der Entlassung aus der Klinik. Der Erfolg der Rehabilitation muss auch zu Hause mit weiteren Maßnahmen stabilisiert und bewahrt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.10.2014
  • Autor/in: Ralf Eberhard, Diplom-Sozialpäpagoge und Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient, Urban und Schwarzenberg, 1995
  • T. Nikolaus, Klinische Geriatrie, Springer Verlag 2000
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