Ambulante Rehabilitation nach dem Klinikaufenthalt

Einer Rehabilitation in der Klinik sollte eine ambulante Rehabilitation folgen. Welche ambulanten oder teilstationären Maßnahmen nach dem Klinikaufenthalt infrage kommen, sollte Ihr Arzt auf der Grundlage der Klinikempfehlungen entscheiden.

Maßnahmen können verordnet werden, wenn sie medizinisch notwendig sind. Grundsätzlich haben sich Krankengymnastik (Physiotherapie) und Ergotherapie bewährt. Ergotherapie wurde früher oft auch als Beschäftigungstherapie bezeichnet. Doch dieser Begriff ist unpassend. Es geht in der Ergotherapie um mehr als Beschäftigung: In der Geriatrie soll sie die Selbstständigkeit hauptsächlich durch Trainieren der motorischen und sensorischen Funktionen verbessern.

Mobile ambulante Rehabilitation

Ergotherapeuten und Physiotherapeuten suchen alte Menschen häufig auch zu Hause auf. Im ambulanten Bereich wird man ein informiertes Zusammenwirken mehrerer therapeutischer Berufsgruppen allerdings häufig vermissen. Die Maßnahmen der niedergelassenen Therapeuten werden oft ohne gegenseitige Abstimmung durchgeführt. Zum Teil fehlen in bestimmten Gebieten auch einzelne Angebote wie beispielsweise Sprachtherapie, da sie noch nicht flächendeckend vorhanden sind.

Zum 1. April 2007 wurde eine neue Form der ambulanten Rehabilitation – die mobile Rehabilitation – in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Bei dieser Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation wird im Rahmen von Modellprojekten an verschiedenen Standorten „mobile ambulante Rehabilitation“ angeboten. Diese Sonderform der ambulanten geriatrischen Rehabilitation findet in häuslicher Umgebung mit Koordinierung durch einen Arzt statt, der in der Betreuung älterer Patienten erfahren ist. Entscheidend ist, dass diese Rehabilitation direkt im vertrauten Wohnumfeld stattfindet. Das ist besonders wichtig für Patienten mit Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen, die in fremder Umgebung keine Fortschritte erzielen könnten. An der Behandlung beteiligt ist ein Team aus Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Pflegekräften und Sozialarbeitern. Auch Angehörige und andere Bezugspersonen werden in die Therapie miteinbezogen. Die Erfolge sind vielversprechend.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.10.2014
  • Autor/in: Ralf Eberhard, Diplom-Sozialpäpagoge und Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e.V. (MoRe): http://www.bag-more.de/ (03.07.2014)
  • Medizinischer Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS): Mobile Rehabilitation – Wenn die Reha ins Haus kommt http://www.mds-ev.de/Rehabilitation_Angebote.htm (24.7.2014)
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