Wechselwirkungen von Medikamenten im Alter

Häufige Probleme durch die Einnahme unterschiedlicher Medikamente sind Blutdruckschwankungen und Durchblutungsstörungen, die sich in Form von Schwindel und Verwirrtheit bis hin zu Bewusstlosigkeit äußern können. Weitere Folgen können Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder Stürze sein. Aber auch Herzinfarkte, akutes Nierenversagen oder Schlaganfall können die lebensgefährliche Konsequenz eines solchen plötzlichen Blutdruckabfalls sein.

Über Organfunktionen und Störungen informieren

Wichtig ist also, dass ein Arzt die Neben- und Wechselwirkungen aller für einen Patienten verordneten Medikamente gut kennt. Außerdem ist es notwendig, dass er über die Herz-, Nieren- und Leberfunktion sowie eventuelle Verdauungs- oder Durchblutungsstörungen seines Patienten informiert ist. In regelmäßigen Abständen wird der Arzt deshalb die aktuellen Nieren- und Leberwerte mit einer Blutuntersuchung kontrollieren. Bei Blutdruckmedikamenten wird eine anfangs niedrige Dosierung gewählt, die dann unter häufigen Blutdruckkontrollen über einen längeren Zeitraum bis zur gewünschten Wirkung angepasst wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.10.2014
  • Autor/in: Dr. med. Beate-Maria Effertz, Ärztin, Charité, Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet;
  • Quellen: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Band 38, Supp.1. September 2005, S. 45-48
  • Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Themenschwerpunkt: Arzneimittelbehandlung im Alter. Band 38 Heft 3, Juni 2005
  • K. U. Mayer und P. B. Baltes: Berliner Altersstudie, Akademie Verlag 2002
  • Renteln-Kruse: Medizin des Alterns und des alten Menschen, Steinkopff Verlag 2004