Medikamente im Alter

Der Hausarzt als Lotse

Bevor ein Arzt eine medikamentöse Therapie anordnet, wird er sich ein genaues Bild vom Gesundheitszustand des Patienten machen. Außerdem informiert er sich über die Medikamente (einschließlich nicht-verschreibungspflichtiger Arzneimittel), die dieser einnimmt, um Wechselwirkungen zu vermeiden. Diese Informationen sind auch für andere Fachärzte, wie beispielsweise Hautärzte, Gynäkologen, Urologen und Orthopäden wichtig.

Vor der Einleitung einer medikamentösen Therapie berücksichtigt ein Arzt bei dem jeweiligen Patienten beispielsweise folgende Dinge:

Liste mit Ergebnissen und Medikamenten beim Hausarzt

Ein Arzt, idealerweise der Hausarzt, sollte eine übersichtliche Liste aller Untersuchungsergebnisse und Medikamente besitzen und diese Daten den mitbehandelnden Kollegen und dem Patienten selbst jederzeit zugänglich machen können. Nur mithilfe eines guten Informationsflusses können optimale Therapieentscheidungen getroffen werden. Dabei ist der Arzt auf die Mitarbeit seiner Patienten angewiesen. Um einen wirksamen Behandlungsplan erstellen zu können, ist es wichtig, dass er sämtliche, auch freiverkäufliche Medikamente, des Patienten kennt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.10.2014
  • Autor/in: Dr. med. Beate-Maria Effertz, Ärztin, Charité, Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Band 38, Supp.1. September 2005, S. 45-48
  • Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Themenschwerpunkt: Arzneimittelbehandlung im Alter. Band 38 Heft 3, Juni 2005
  • K. U. Mayer und P. B. Baltes: Berliner Altersstudie, , 3.,erweiterte Auflage, herausgegeben von U. Lindenberger, J. Smith, K.U. Mayer und P.B. Baltes, Akademie Verlag 2010
  • Renteln-Kruse: Medizin des Alterns und des alten Menschen, Steinkopff Verlag 2004