Alterstheorien: Warum wir altern

Ob Mensch oder Tier: Jede Art von Lebewesen hat eine charakteristische maximale Lebensdauer. Damit ist nicht die durchschnittliche Lebenserwartung gemeint, sondern die maximal mögliche Lebensspanne eines Individuums einer bestimmten Art.

Dieser Wert beträgt beispielsweise für eine Eintagsfliege einen Tag, für Hunde etwa 12 bis 15 Jahre, für Pferde etwa 30 Jahre und für den Menschen zirka 120 Jahre. Hier stellt sich die Frage, wodurch die maximale Lebensdauer festgelegt wird und welche Prozesse für das Altern verantwortlich sind. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele von Theorien über das Altern.
Theorie
Hauptthesen
Erblichkeits- oder genetische Theorie Altern ist genetisch programmiert, das heißt, Intensität und Geschwindigkeit des Alterns hängen von unserer DNA und Erbeinflüssen ab.
Mutationstheorie Mit zunehmendem Alter werden Veränderungen (Mutationen) der genetisch festgelegten Erbinformationen immer häufiger und führen zu einem Funktionsverlust von Zellen und Geweben.
Abnutzungstheorie Jeder Organismus verfügt bei der Geburt über einen bestimmten Energievorrat und stirbt, wenn dieser Vorrat erschöpft ist.
Stresstheorie Stresssituationen können stressbedingte Erkrankungen (zum Beispiel Bluthochdruck) auslösen und so zu vorzeitigem Altern und verkürzter Lebenserwartung führen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.10.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin und Ralf Eberhard, Sozialarbeiter; Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Bachl, N., Schwarz, W., Zeibig, J., 2006. Fit ins Alter mit richtiger Bewegung jung bleiben. Springer, Wien [u.a.], S.15.
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