Sturzprävention: Stolperfallen im Bad beseitigen

Um Stürze zu vermeiden, ist ein sicheres Badezimmer besonders wichtig. Folgende Fragen soltlen deshalb geklärt werden:

  • Kommt der Betroffene ohne Schwierigkeiten in sein Badezimmer?
  • Kann die Toilette sicher und bequem benutzt werden?
  • Können Badewanne/Dusche sicher und bequem benutzt werden?
  • Sind Fußboden, Dusche und Badewanne trittsicher?
  • Haben Spiegel und Ablagen die korrekte Höhe?
Das Badezimmer ist der Raum in der Wohnung, der besonders viel Aufmerksamkeit verdient. Denn die meisten Haushaltsunfälle passieren im Bad. Außerdem ist es erstrebenswert, Körperpflege und Toilettengang möglichst lange ohne fremde Hilfe bewerkstelligen zu können. Gerade bei der täglichen Hygiene aber macht sich die abnehmende Beweglichkeit besonders bemerkbar.

Für ein altersgerechtes Bad unerlässlich: ein breiter Zugang ohne Schwelle

Wohnen im Alter Duschsitz © vitapublic
Wichtig ist ein ausreichend breiter Zugang ohne Schwelle, um auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe problemlos ins Bad zu gelangen. Die Tür sollte nach außen zu öffnen und von außen zu entriegeln sein.

Stabile Haltegriffe, ein rutschfester Bodenbelag und rutschsichere Matten in Wanne und Dusche sind unerlässlich. Ein Wannensitz oder ein Wannenlifter ermöglichen ein sicheres Ein- und Aussteigen ohne fremde Hilfe. Eine Dusche mit bequemem Zugang, der sich auf der Bodenebene befindet, reduziert das Stolperrisiko erheblich.

Ein bequemer Duschzugang lässt sich auch nachträglich einbauen

Ein solcher Zugang kann nach Rücksprache mit dem Eigentümer und mit finanzieller Unterstützung der Pflegekasse oftmals auch nachträglich eingebaut werden. Zusätzlich erleichtert ein stabiler Kunststoffsitz das Duschen.

Mehr Sicherheit beim Toilettengang bieten Haltegriffe an der Wand und eine Erhöhung des Toilettensitzes.  

Es sollte zudem möglich sein, am Waschbecken auf einem Stuhl oder im Rollstuhl zu sitzen. Unterbauten zu entfernen, ist deshalb ratsam. Spezielle kippbare Spiegel, Einhand-Mischbatterien und gute Beleuchtung vereinfachen die Arbeitsabläufe zusätzlich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.12.2012
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: H. Stolarz: Wohnungsanpassung - Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung, Kuratorium Deutsche Altershilfe Köln 1996