Ein kritischer Blick auf die eigene Wohnung

Die kritische Betrachtung der eigenen Wohnung fällt sicherlich nicht leicht, besonders dann nicht, wenn Sie in Ihrer Wohnung schon lange leben und Ihnen Ihre häusliche Umgebung sehr vertraut ist.

Um Ihre Wohnung optimal an Ihre speziellen, individuellen Bedürfnisse anpassen zu können, ist es dennoch unerlässlich, den Ist-Zustand objektiv und kritisch zu erheben. Zusätzlich zur Wohnung sollten Sie auch die nähere Umgebung, das soziale Umfeld und die Infrastruktur betrachten.

Zur Beurteilung Ihrer Wohnumgebung sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. Wohnen enge Verwandte oder gute Freunde in Laufnähe?
  2. Wer kann Sie unterstützen, wenn es Ihnen nicht gut geht?
  3. Welche Hilfsangebote sind vorhanden, die Sie nutzen könnten: Ambulante Dienste, Sozialstationen, Notruftelefon, Altenclub?
  4. Werden Sie von einem Hausarzt betreut, der Hausbesuche anbietet?
  5. Ist ein Krankenhaus in der Nähe?
  6. Welche Einkaufsmöglichkeiten bestehen?
  7. Gibt es öffentliche Nahverkehrsmittel in Laufnähe?
  8. Verfügt Ihre Stadt über eine Bahnanbindung?
  9. Wie sieht das kulturelle Veranstaltungsangebot aus?
  10. Entspricht das vorherrschende Klima Ihren gesundheitlichen Anforderungen?
  11. Ist die Sie umgebende „Landschaft“ Ihren körperlichen Fähigkeiten angepasst?
Wenn Sie diese Fragen befriedigend beantworten konnten, dann ist der Standort Ihrer Wohnung gut gewählt und Sie können sich über eventuell notwendige Maßnahmen zur Wohnungsanpassung Gedanken machen. Andernfalls sollten Sie über einen Umzug nachdenken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.12.2012
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: H. Stolarz: Wohnungsanpassung - Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung, Kuratorium Deutsche Altershilfe Köln 1996
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung