Duschen, Baden und Waschen

Hilfsmittel erleichtern die Körperpflege

Sich mal eben unter die Dusche stellen oder ein entspannendes Vollbad nehmen: Das ist für viele pflegebedürftige Menschen nicht leicht. Wer jedoch beim Duschen, Waschen oder Baden gemäß seiner Möglichkeiten so viel wie möglich selbst erledigt, erhält sich einen gewissen Grad an Selbstständigkeit.

Duschen und Baden – oft sind Anpassungen in der Wohnung nötig

Duschen wirkt anregend auf den Kreislauf und belastet ihn nicht zu sehr. Zudem ist es die einfachste Art, den ganzen Körper zu waschen. Ist der Pflegebedürftige nicht bettlägerig, ist es ihm meist möglich, zu duschen. Häufig sind dazu jedoch einige Anpassungen in der Wohnung notwendig. Beispielsweise kann ein ebenerdiger Eingang in die Dusche sinnvoll sein. Spezielle Hilfsmittel wie etwa ein Duschstuhl erleichtern das Waschen. Der Duschstuhl kann auch dazu genutzt werden, die Morgentoilette sitzend vor dem Waschbecken durchzuführen.

Auch für die Badewanne gibt es Hilfsmittel, die es Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, erlauben zu baden. Da ein Vollbad den Kreislauf jedoch belasten kann, ist Baden nicht für jeden Pflegebedürftigen geeignet.

Waschen im Bett – was kann der Pflegebedürftige selbst erledigen?

Bei Pflegebedürftigen, die nicht mehr aufstehen können, muss die Körperpflege meist im Bett ausgeführt werden. Nach den Grundsätzen der aktivierenden Pflege sollten die Betroffenen auch hier noch so viel wie möglich selbst übernehmen – zum Beispiel Hände und Oberkörper waschen. Vor allem den Intimbereich sollten Pflegebedürftige so lange wie möglich selbst reinigen. Denn vielen ist es sehr unangenehm, sich im Intimbereich von einer anderen Person waschen lassen zu müssen.

Um Erkältungen vorzubeugen, ist es beim Waschen im Bett wichtig, dass es im Zimmer warm ist und Zugluft vermieden wird. Wenn außerdem dafür gesorgt ist, dass niemand plötzlich ins Zimmer kommen kann, werden unangenehme Situationen für den Pflegebedürftigen vermieden.

Bestimmte Hilfsmittel erleichtern dem Pflegenden auch beim Waschen im Bett die Körperpflege. Zum Beispiel können die Haare mithilfe einer Kopfwaschwanne recht einfach gewaschen werden.

Haut- und Nagelpflege – auf die richtigen Pflegeprodukte kommt es an

Die Verwendung von seifenfreien und rückfettenden Produkten beim Waschen und das Auftragen von fetthaltigen Cremes danach sorgen dafür, dass die Haut nicht austrocknet. Denn pflegebedürftige und vor allem bettlägerige Menschen haben ohnehin oft sehr trockene Haut. Besonders wichtig ist die richtige Hautpflege im Intimbereich bei Inkontinenz, um Wundliegen zu vermeiden.

Zu den Dingen, die viele Pflegebedürftige nicht mehr selbst erledigen können, gehört auch die Nagelpflege. Nach einem wohltuenden Hand- oder Fußbad können die Nägel leicht gekürzt oder gefeilt werden.

Pflege von Augen und Nase – für Feuchtigkeit sorgen

Die Augen werden immer mit klarem Wasser vom äußeren Augenwinkel zum inneren gereinigt. Sie sollten dabei geschlossen sein. Pflegebedürftige Menschen leiden bisweilen unter zu trockenen Augen – beispielsweise weil sie zu selten blinzeln. Dann können entsprechende Augentropfen Linderung verschaffen.

Ist die Nasenschleimhaut zu trocken, hilft ein feuchtes Wattestäbchen zum Säubern und Vaseline zum Eincremen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.07.2014
  • Autor/in: Christina Landauer, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Bundesministerium für Gesundheit: Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege (2012): http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Pflege/Broschueren/Broschuere__Pflegen_zu_Hause_Ratgeber_fuer_die_haeusliche_Pflege.pdf
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