Körperpflege – von Zahnpflege bis Stomaversorgung

Für Gesundheit und Wohlbefinden

Duschen, Haare waschen, Zähne putzen, zur Toilette gehen – Körperpflege ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. Umso unangenehmer ist es für Pflegebedürftige, wenn sie ihren Körper nicht mehr selbst pflegen können. Deshalb ist es wichtig, dass pflegende Angehörige besonders bei der Körperpflege auf einen einfühlsamen und respektvollen Umgang achten.

Koerperpflege © Thinkstock
Aber nicht nur für das Wohlbefinden, auch für die Gesundheit spielt die Körperpflege eine große Rolle: Eine gute Zahnpflege und Mundhygiene beugt Erkrankungen im Mundraum vor. Wer beim Duschen, Waschen oder Baden die richtigen Pflegeprodukte verwendet, kann Hautprobleme vermeiden. Das gilt für jeden Menschen, insbesondere aber für Pflegebedürftige.

Wenn es nicht mehr alleine geht – von kleiner Hilfestellung bis zum Waschen im Bett

Viele pflegebedürftige Menschen können die Körperpflege nicht mehr selbstständig erledigen – so sehr sie es vielleicht auch wollten. Sie sind in unterschiedlichem Maße auf Hilfe angewiesen. Während Pflegebedürftige mit leichten körperlichen Einschränkungen eventuell nur kleine Hilfestellungen benötigen, müssen andere im Bett gewaschen werden und auch dort ihre Notdurft verrichten.

Das ist keine einfache Situation, weder für den Pflegebedürftigen noch für die Pflegeperson. Denn Hilfe bei der Körperpflege und ganz besonders bei der Darm- und Harnblasenentleerung stellt ein Eindringen in die Intimsphäre eines Menschen dar. Er verliert an Selbstbestimmung. Umso wichtiger sind offene Gespräche über das Thema, Einfühlungsvermögen und gegenseitiger Respekt.

Hilfe zur Selbsthilfe – so viel wie möglich selbst erledigen

Wichtig bei der Körperpflege ist auch: Sie sollte sich – so weit möglich – nach den Wünschen und Gewohnheiten des Pflegebedürftigen richten. Hat er beispielsweise sein Leben lang einmal am Tag geduscht, sollte ihm das auch weiterhin ermöglicht werden. Außerdem sollte ein pflegebedürftiger Mensch gemäß den Grundsätzen der aktivierenden Pflege so viel wie möglich selbst erledigen – das gilt auch und ganz besonders für die Körperpflege. Hilfe zur Selbsthilfe kann hier das Motto sein. Ist jedoch Hilfe nötig, ist die Körperpflege für die Pflegeperson eine gute Gelegenheit, den Pflegebedürftigen genau zu beobachten.

Ist die Haut sehr trocken, blass, gerötet, geschwollen oder verfärbt? All das kann auf Erkrankungen hinweisen, die eventuell bislang unentdeckt geblieben sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.07.2014
  • Autor/in: Christina Landauer, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Bundesministerium für Gesundheit: Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege (2012): http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Pflege/Broschueren/Broschuere__Pflegen_zu_Hause_Ratgeber_fuer_die_haeusliche_Pflege.pdf
  • Köther, Ilka (2011): THIEMEs Altenpflege; 3. Auflage
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