Pflegehilfsmittel werden nach ihrer Funktion unterschieden

Bei Pflegehilfsmitteln kann man unterscheiden zwischen Verbrauchsprodukten und technischen Hilfsmitteln. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Zuzahlungsregelung.

Technische Hilfsmittel (beispielsweise Pflegebetten, Rollstühle, Hebegeräte, Polster für die Lagerung, Badewannen- oder Duschsitze) sollen die Versorgung zu Hause erleichtern. Ob die technischen Hilfsmittel notwendig sind, prüft die jeweilige gesetzliche Pflegekasse unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Technische Hilfsmittel werden vorrangig leihweise überlassen. Die Pflegekasse kann die Bereitstellung davon abhängig machen, dass eine Ausbildung im Gebrauch dieser technischen Hilfsmittel erfolgt.

Verbrauchsprodukte umfassen dagegen alle Pflegehilfsmittel, die nur einmal verwendet werden können. Für Verbrauchsmaterialien stehen jedem Pflegebedürftigen monatlich pauschal 31 Euro von der Pflegekasse zur Verfügung. Zu den Verbrauchsprodukten gehören beispielsweise Mundschutzmasken, Einmalhandschuhe oder Desinfektionssprays.

Man kann Pfleghilfsmittel auch nach ihrer Funktion darstellen

Pflegehilfsmittel sind bestimmt:
  • zur Erleichterung der Pflege: zum Beispiel Pflegebetten, Badewannenlifter, Pflegeliegestühle
  • zur Körperpflege/Hygiene: zum Beispiel Toilettenrollstühle, Waschsysteme
  • zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität: zum Beispiel Haus-Notrufsysteme, Gehhilfen, wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
  • zur Linderung von Beschwerden: zum Beispiel Lagerungsrollen, Lagerungshalbrollen
  • zum Verbrauch: zum Beispiel Desinfektionsmittel, saugende Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Mundschutz
Da Pflegehilfsmittel auch die Pflege erleichtern sollen, kann der Anspruch auf ein Pflegehilfsmittel entweder auf die zu pflegende Person oder auch auf den Pflegenden zurückgehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen
  • Bundesministerium der Justiz. Sozialgesetzbuch XI Dritter Abschnitt Leistungen Erster Teil Leistungen bei häuslicher Pflege §40 Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: SGB XI §40; URL:http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html.