Checkliste für den Hilfsmittelkauf

Die Auswahl und Anschaffung des richtigen Hilfsmittels braucht etwas Zeit: Das Hilfsmittel muss ausgesucht und der Antrag bei der Kasse eingereicht werden, eventuell ist auch noch eine Bestellung notwendig. Es ist deshalb wichtig, die notwendigen Schritte früh einzuleiten. Dabei sollten alle, die das Hilfsmittel benutzen, in die Entscheidung einbezogen werden. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, die richtige Wahl zu treffen.

Wichtige Fragen sind:

  • Besteht eine medizinische Notwendigkeit für das Hilfsmittel? Dann muss dies in der ärztlichen Verordnung dokumentiert sein.
  • Wer kann mich beraten: der Arzt, der Physiotherapeut, der Ergotherapeut, der Pflegedienst, die Beratungsstelle oder die Sozialstation?
  • Welche Bedingungen muss das Hilfsmittel erfüllen?
  • Wozu soll das Hilfsmittel dienen?
  • Wo soll das Hilfsmittel eingesetzt werden, in der Wohnung oder nur auf der Straße?
  • Wer soll das Hilfsmittel benutzen: der Betroffene, der pflegende Angehörige, der Pflegedienst?
  • Wie lange wird das Hilfsmittel wahrscheinlich benötigt werden, kurzzeitig oder auf Dauer?
  • Welche Produkte gibt es?
  • Lege ich Wert auf ein teureres Hilfsmittel, das allein durch den Festbetrag der Krankenkassen nicht zu finanzieren ist?
  • Kann das Hilfsmittel ausgeliehen werden oder muss ich es kaufen?
  • Welche Anbieter/Firmen gibt es?
  • Wo kann ich mich über Anbieter informieren: im Sanitätshaus, bei der Krankenkasse, bei der Hilfsmittelfirma oder einer Beratungsstelle?
Es ist sinnvoll, eine Liste anzulegen mit den Bedürfnissen, Anforderungen und Wünschen von allen Beteiligten. Anhand dieser Liste können Sie sich dann von Hilfsmittel-Anbietern über passende Hilfsmittel informieren lassen. Mit der Checkliste können Sie auch sicherstellen, dass Sie das für Sie am besten geeignete Hilfsmittel kaufen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.12.2012
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen