Physiotherapeutische Behandlungen

Wieder in Bewegung kommen

Bewegung bedeutet Selbstständigkeit. Besonders in hohem Alter ist es wichtig, nach einer Krankheit die Beweglichkeit zu erhalten und wiederherzustellen – sonst drohen Pflegebedürftigkeit oder sogar Bettlägerigkeit. Hier kommen bestimmte physiotherapeutische Behandlungen zum Einsatz – etwa Krankengymnastik, Lymphdrainagen und Massagen. Diese Behandlungen werden von der Krankenkasse übernommen.

Indem der Physiotherapeut die Behandlung gezielt auf die Bedürfnisse des Patienten abstimmt, arbeitet er mit ihm darauf hin, die Mobilität (Beweglichkeit) wiederzugewinnen, zu verbessern und zu erhalten. Dabei legt der Therapeut Art, Zeitpunkt und Dauer der Behandlung immer individuell für den Betroffenen fest. Wichtige Kriterien sind für ihn dabei das Krankheitsstadium, die Symptome und der Allgemeinzustand des Patienten.

Ziele und Aufgaben: Reize setzen, Bewegungsmuster trainieren, Selbstständigkeit fördern

Ziele und Aufgaben des Physiotherapeuten sind unter anderem, physiologische Reize zu setzen (etwa in Form von Schwerkraft oder Hautreizen), normale Bewegungsmuster anzustreben und die maximale physische Selbstständigkeit des Patienten zu erreichen. Bei Schlaganfall-Patienten mit einer Halbseitenlähmung ist es außerdem wichtig, die Wahrnehmung der betroffenen Seite zu verbessern.

Bei den bewegungstherapeutischen Maßnahmen wie der Krankengymnastik sollte im Vordergrund stehen, dass der Patient die Übungen erlernt und dann auch selbstständig ohne den Therapeuten durchführen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.07.2014
  • Autor/in: Nina Prell, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Medizinischer Dienst der Krankenversicherung: Heilmittel-Richtlinien regeln die Versorgung (http://www.mdk.de/1320.htm)
  • GKV-Spitzenverband: Heilmittel (http://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulante_leistungen/heilmittel/heilmittel.jsp)
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