Medizinische Fußpflege

Raspeln und feilen für die Gesundheit

Unsere Füße sind täglich großen Belastungen ausgesetzt, kleine Verletzungen keine Seltenheit. Was bei gesunden Menschen kein Problem ist, kann sich im Alter oder bei Diabetes mellitus schnell zum medizinischen Ernstfall entwickeln. Daher ist die medizinische Fußpflege ein wichtiges Mittel, schweren gesundheitlichen Folgen im Alter vorzubeugen.

Fussmassage © Thinkstock
Bestehen in Folge von Gefühls- und Durchblutungsstörungen bei Diabetes mellitus krankhafte Veränderungen an den Füßen (diabetisches Fußsyndrom) und drohen dauerhafte Folgeschäden wie Entzündungen oder Wundheilungsstörungen, bezahlt die Krankenkasse die medizinische Fußpflege als Heilmittel. Die Therapie darf nur von einem ausgebildeten Podologen mit zugelassener Praxis durchgeführt werden – normale Fußpfleger haben dafür keine Zulassung.

Ziel der Therapie ist es vor allem, unumkehrbare Folgeschädigungen zu verhindern sowie die physiologische Funktion von Haut und Zehennägeln wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten.

Was weg muss, muss weg: Hornhaut und zu lange Nägel

Bei der medizinischen Fußpflege trägt der Podologe Hornhaut ab und/oder behandelt die Zehennägel, wenn diese verdickt oder eingewachsen sind. Zudem kontrolliert er die Schuhe und gegebenenfalls auch die Einlagen.

Zur Behandlung gehört auch, dass der Podologe dem Patienten erklärt, wie er die Pflege von Füßen, Haut und Nägeln eigenständig durchführen kann. Außerdem vermittelt er dem Betroffenen Verhaltensregeln, die ihm dabei helfen, Fußverletzungen und Folgeschäden von Diabetes mellitus vorzubeugen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.07.2014
  • Autor/in: Nina Prell, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Kassenärztliche Vereinigung Bayern (2010): Verordnung Aktuell. Podologische Therapie (http://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/Verordnung/VO-aktuell/2010/KVB-101102-HIP-Podologische-Therapie-Verordnung-aktuell.pdf)
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