Autofahren im Alter: Wann ein Verzicht sinnvoll ist
Hohes Alter spricht nicht grundsätzlich gegen das Autofahren. Oftmals sind ältere Autofahrer sogar routinierter und gelassener als junge Autofahrer. Es gibt jedoch Fälle, in denen es sinnvoll ist, das Autofahren aufzugeben oder nur in sehr begrenztem Maße - etwa, um zum nächsten Supermarkt zu kommen - zu praktizieren.
Hinweise auf mangelnde Fahrtüchtigkeit sind:
- ein zu geringes Tempo auf der Autobahn - wer hier 70 Kilometer pro Stunde fährt, stellt ein echtes Unfallrisiko dar
- häufiges Hupen der anderen Autofahrer
- Überfahren der roten Ampel
- Missachten oder zu spätes Beachten des Vorfahrt-achten-Zeichens
- dichtes Auffahren
- aggressiver Fahrstil
- Nervosität und Ängstlichkeit an stark befahrenen Kreuzungen
- Mehrerer kleine Unfälle oder Beinahe-Unfälle in kurzer Zeit
- Die Beifahrer fühlen sich unwohl, niemand möchte mitfahren.
Auffrischkurse in einer Fahrschule sorgen wieder für mehr Sicherheit
Wer trotz des einen oder anderen Warnhinweises nicht aufs Autofahren verzichten möchte, tut gut daran, einen Auffrischkurs zu besuchen. Sie werden von fast allen Fahrschulen angeboten und können individuell gestaltet werden. Das bedeutet: Der Schüler kann Vorschläge machen, was er üben möchte - z. B. Einparken oder Auffahren auf die Autobahn. Sinnvoll ist zudem, den Fahrlehrer nach einer Probefahrt um eine Einschätzung zu bitten und die Verbesserungsvorschläge nach und nach abzuarbeiten. Eine Fahrstunde von 80 Minuten kostet zwischen 40 und 50 Euro, spezielles Sicherheitskurse - etwa Parcourfahren - dauern ca. eine Stunde, der Preis liegt ähnlich hoch.





