Die eigene Gesundheit fördern

Tipps: Das können pflegende Angehörige  für ihre Gesundheit tun

Überlastung und Überforderung – Probleme, die nahezu alle pflegenden Angehörigen im Laufe der Zeit einmal betreffen.  Doch so weit muss es gar nicht kommen. Pflegende Angehörige sollten – von Beginn der Pflegetätigkeit an – etwas für sich selbst tun. Ihre eigene Gesundheit fördern, Angebote in Anspruch nehmen und sich vor allem Zeit für sich selbst gönnen. Mit diesen Tipps schaffen Sie es.

Senior joggt © Thinkstock

Tipp 1 – frühzeitig auf den eigenen Körper hören:

Ganz besonders wichtig für pflegende Angehörige ist es, auf ihren Körper und sich selbst zu hören. Hilfe ist nicht erst dann nötig, wenn es nicht mehr anders geht, sondern schon viel früher.

Tipp 2 – Beratung in Anspruch nehmen:

Auch Beratung ist wichtig: Experten in Pflegestützpunkten und anderen Beratungsstellen können pflegende Angehörige schnell und effizient zu vielen Pflegethemen beraten. Probleme, die sonst zusätzlich belasten würden – etwa mit Anträgen und Formularen – können so oft schnell gelöst werden. Bei einer psychologischen Beratung können sich pflegende Angehörige Probleme von der Seele reden, die sie belasten.

Tipp 3 – spezielle Kurse erleichtern die Pflege:

In Pflegekursen lernen pflegende Angehörige verschiedene Techniken, die ihnen die Pflege erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel rückenschonende Techniken bei der Lagerung des Pflegebedürftigen. Das beugt körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen vor.

Tipp 4 – Hilfsmittel einsetzen:

Die Verwendung von geeigneten Hilfsmitteln kann ebenfalls die Belastungen für den Körper reduzieren und so die Gesundheit schonen.

Tipp 5 – Entlastungsangebote in Anspruch nehmen:

Pflegende Angehörige sollten Entlastungsangebote annehmen. Dazu gehören etwa: Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, die Unterbringung des Pflegebedürftigen in einer Tages- oder Nachtpflege, um einige Stunden freie Zeit zu bekommen oder die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes. Wichtig ist: Pflegende Angehörige müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie solche Angebote in Anspruch nehmen.

Tipp 6 – Kontakte pflegen:

Kontakte zu anderen sind für pflegende Angehörige sehr wichtig – und zwar sowohl zu Menschen, die nichts mit der Pflege zu tun haben, um sich abzulenken als auch zu anderen pflegenden Angehörigen, um sich auszutauschen. Mit anderen Menschen in der gleichen Situation zu sprechen, hilft vielen. Zum Aufbauen von Kontakten eignen sich Gruppenangebote und Foren für pflegende Angehörige.

Tipp 7 – Zeit für sich selbst einplanen:

Ob bei einem speziellen Entspannungskurs für pflegende Angehörige oder einem liebgewonnenen Hobby: Pflegende sollten sich regelmäßig Zeit für sich nehmen und für Entspannung sorgen. Wie die Entspannung aussieht, ist dabei eigentlich unerheblich. Wichtig ist nur, dass sie regelmäßig stattfindet – etwa wenn der Pflegebedürftige von einer anderen Person oder einem ambulanten Pflegedienst betreut wird.

Tipp 8 – mit Erholungsaufenthalten den Alltag durchbrechen:

Auch ein Erholungsaufenthalt kann den Pflegealltag durchbrechen und für Entlastung sorgen. Hier gibt es inzwischen viele verschiedene Angebote.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.07.2014
  • Autor/in: Christina Landauer, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (2012): Entlastung für die Seele – Ein Ratgeber für pflegende Angehörige: http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Publikationen/2012/Entlastung_fuer_die_Seele_Ratgeber_pflegende_Angehoerige_2._Auflage.pdf
  • Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (2013): Hilfe für pflegende Angehörige: http://www.vz-nrw.de/Hilfe-fuer-pflegende-Angehoerige
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