Vorübergehende Pflege

Auszeit vom anstrengenden Pflegealltag

Einen Angehörigen zu pflegen ist meist ein Vollzeitjob. Doch was tun, wenn der Pflegende längere Zeit verhindert ist, krank wird – oder einfach einmal eine Auszeit braucht? Die Lösung: eine vorübergehende Pflege, bei der der Angehörige den Pflegebedürftigen in guten Händen weiß – übernommen von anderen Angehörigen, Freunden oder professionellen Pflegekräften.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Pflege in dieser Zeit geregelt werden kann:

  • Verhinderungspflege: Hat ein Angehöriger einen Pflegebedürftigen für mindestens sechs Monate gepflegt, zahlt die Pflegekasse für maximal vier Wochen pro Jahr eine Vertretung. Das muss nicht zwingend eine Fachkraft eines professionellen Pflegedienstes sein, auch Verwandte, Nachbarn oder Freunde können die Pflege in dieser Zeit übernehmen. Mehr Informationen zur Verhinderungspflege finden Sie hier.
  • Kurzzeitpflege: Bei der Kurzzeitpflege wird der Pflegebedürftige vorübergehend in einer Pflegeeinrichtung – etwa einer speziellen Kurzzeitpflegeeinrichtung oder einem Pflegeheim – vollstationär betreut. Auch hier übernimmt die Pflegekasse die Kosten für maximal vier Wochen pro Jahr. Lesen Sie hier mehr über die Kurzzeitpflege.

Mehr Zeit für Erholung: Kombination von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

Es ist auch möglich, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege zu kombinieren. Es kann zum Beispiel erst Kurzzeitpflege und anschließend noch einmal vier Wochen Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Auf diese Weise können pflegende Angehörige jährlich maximal acht Wochen überbrücken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Nina Prell, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: § 39 SGB XI Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson (http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/39.html)
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege – wenn Pflegende kurzzeitig ausfallen (http://www.wegweiser-demenz.de/kurzzeitpflege.html)
  • Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Änderungen 2015 – Gesundheit und Pflege