Betreuung in der Tagespflege und Nachtpflege

Ein Tag in der Tagespflege beginnt für gewöhnlich gegen 8 Uhr und endet meist um 16 Uhr. Einige wenige Einrichtungen öffnen auch am Wochenende. Die konzeptionelle Ausrichtung der Tagespflege variiert je nach Träger.

Oft gehört zum Tagesablauf das gemeinsame Frühstück, Mittagessen und der Nachmittagskaffee. Dazwischen werden vielfältige pflegerische, therapeutische und soziale Betreuungsleistungen angeboten, wie Hilfe beim Essen, beim Spritzen, beim Wechseln von Verbänden oder bei Einreibungen.

Angebote für Körper und Geist

Außerdem fördert die Tagespflege den Erhalt und die Verbesserung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten ihrer Besucher. Unter den Angeboten finden sich beispielsweise Gedächtnistraining, Mobilitätstraining (Beweglichkeitsübungen) und Anziehtraining.

Darüber hinaus gehören verschiedene Aktivitäten wie gemeinsames Singen, Pflanzenpflege, Lesen, Malen, Spaziergänge, Musik hören oder gemeinsames Kochen zum Leistungsangebot einer Tagespflege. Alle Angebote sollten freiwillig sein und auch den nicht unter Druck setzen, der sich lieber mit einer Zeitung zurückziehen möchte.
Nachtpflege
Neben der Tagespflege ist auch die Nachtpflege möglich. Bei dieser Versorgungsform erstreckt sich die Betreuung vom späten Nachmittag bis zum nächsten Morgen. Die Nachtpflege ist vor allem für sehr ängstliche oder verwirrte Menschen geeignet. Auch für ältere Menschen mit ausgeprägten Schlafstörungen ist die Nachtpflege hilfreich und ihre Angehörigen fühlen sich erholter ohne die nächtlichen Störungen. Über eine Nachtpflege in der Umgebung kann die Krankenkasse Auskunft geben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Ralf Eberhard, Diplom-Sozialpädagoge und Marion Ruhnau-Wüllenweber, Sozialpädagogin und Leiterin der Koordinierungsstelle "Rund ums Alter" am EGZB
  • Quellen: Koordinierungsstelle "Rund ums Alter" am EGZB