Die Tagesklinik – nach einem Schlaganfall, bei Herzkrankheiten, Arthrose oder Frakturen

In Tageskliniken können Patienten mit unterschiedlichsten Akut-Erkrankungen behandelt werden – am häufigsten nach einem Schlaganfall. Aber auch Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes mellitus profitieren von den intensiven Therapien.

Eine Behandlung in der Tagesklinik ist oft sehr Erfolg versprechend – beispielsweise bei Knochenbrüchen, nach einem Sturz, bei Arthrose, oder zur Prothesenanpassung im Anschluss an eine Amputation. Manche Patienten kommen auch zur Abklärung einer Demenz in die geriatrische Tagesklinik.

Voraussetzung: häusliche Selbstversorgung und tägliche Fahrt zur Klinik möglich

Tagesklinik-Patienten müssen ausreichend belastbar sein, um die tägliche Fahrt von zu Hause zur Tagesklinik und zurück gut zu verkraften. Der Transport findet meist mit einem Kleinbus statt, in dem mehrere Patienten gefahren werden. Eine weitere Voraussetzung: Die häusliche Versorgung muss gewährleistet sein, denn die Patienten kehren am Nachmittag nach Hause zurück. Wenn sie sich nicht komplett allein versorgen können, ist die Unterstützung durch Familienangehörige oder eine Sozialstation denkbar.

Tagesklinik: mehr als ambulant, weniger als stationär

Die Tagesklinik ist ideal für Patienten, die nicht oder nicht mehr stationär behandelt werden müssen, für die eine ambulante Behandlung – etwa in einer physiotherapeutischen Praxis – aber noch nicht möglich ist. Im Vordergrund stehen die Rückkehr in den häuslichen Alltag und das Wiedererlangen der Selbstständigkeit. Eine medizinische Behandlung auf Krankenhausniveau ist durch die Arbeit von Ärzten in den Tageskliniken möglich. So können alle erforderlichen Untersuchungen, medizinische Diagnostik, medizinische Therapie (einschließlich Physio- und Ergotherapie) und Rehabilitation (einschließlich Anleitung von Angehörigen und Hilfsmittelversorgung) durchgeführt werden.

Die Behandlung in einer Tagesklinik dauert zirka zwei bis fünf Wochen. Die meisten Patienten kommen täglich. Es ist nach Absprache aber auch möglich, bestimmte Tage zu wählen und beispielsweise dreimal in der Woche die Klinik zu besuchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Ralf Eberhard, Diplom-Sozialpäpagoge und Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Kuratorium Deutsche Altershilfe: Hilfe und Pflege im Alter zu Hause, 1997
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung